Herbstübung 2016

Komplexe Aufgabe sicher gelöst

Ein Scheunenbrand an der Ostbevener Straße, eine Grenzerfahrung für die Kameraden des Löschzugs Schmedehausen. Denn sie rückten am Samstagnachmittag im Rahmen ihrer Herbstübung zu einer Hofstelle nur wenige Meter vor der Ortsgrenze zu Ostbevern aus.

Um 15.30 Uhr ertönten die Martinshörner in Schmedehausen: Mehr als ein Dutzend Kameraden waren mit dem Löschfahrzeug und dem Mannschaftstransportfahrzeug zu einem (angeblichen) kleineren Scheunenbrand auf dem Hof der Familie Brinkmann ausgerückt. Die Lage dort: Eine kleine Fahrzeughalle steht in Flammen, drei Kinder befinden sich noch in dem völlig verrauchten Gebäude. Auch zwei Erwachsene, die den Kindern zur Hilfe kommen wollen, werden bei ihrem Rettungsversuch bewusstlos – eine komplexe Ausgangslage für die Wehrleute.

Doch genau darauf wollen und müssen sie vorbereitet sein. Binnen weniger Minuten rüsten sich Trupps unter schwerem Atemschutz aus, um die Personen zu retten und das Feuer zu bekämpfen, auch eine Wasserversorgung wird eingerichtet. Unter strenger Begutachtung von Grevens stellvertretendem Wehrführer Reinhard Holt und seinen fachlich versierten Beobachtern aus der Ehrenabteilung der Wehr arbeiteten die aktiven Wehrleute die Übungslage ab.

Viel Lob für dieses ehrenamtliche Engagement erhielten sie dafür bei einer anschließenden Manöverkritik bei Kaltgetränken und Reibeplätzchen im Feuerwehrgerätehaus. Löschzugführer Martin Huckenbeck bedankte sich dabei auch bei Familie Brinkmann, die ihre Hofanlage als Übungsobjekt zur Verfügung gestellt hatte. Lob gab es aber auch vom städtischen Fachdienstleiter Michael Schreiber sowie von Johannes Hennigfeld (CDU) als Vertreter der Politik.

Wegweisendes erledigte Martin Huckenbeck dann noch nebenbei: Weil er im Februar 2018 die Löschzugführung aus Altersgründen aufgeben wird, ließ er am Samstag bereits seinen künftigen Nachfolger zum vorerst stellvertretenden Löschzugführer ernennen: Andreas Reinker folgt damit auf Ralf Jochmaring, der aus eigenem Wunsch nach elfeinhalb Jahren seinen Ausstand gab. Er wird dem Zug weiter erhalten bleiben. Jochmaring: „Wir haben einen geilen Löschzug.“

Reinker hatte zuvor bereits die Leitung der Übung übernommen und bedankte sich für das in ihn gesetzte Vertrauen. Er wird ab Februar 2018 von Stefan Schulze Temming als dann neuem stellvertretenden Zugführer vertreten und durch Andreas Hugenroth als dann neuer Berater der Zugführer unterstützt. In Schmedehausen arbeite man bereits seit längerem daran, die neuen Führungskräfte entsprechend auszubilden und vorzubereiten, so Huckenbeck weiter.

Quelle: Westfälische Nachrichten