Herbstübung 2013

Löschzug Schmedehausen probt den Ernstfall

Die Einsatzkräfte des Löschzuges Schmedehausen sehen sich gut gerüstet für ihre neuen Aufgaben im Airportpark - und bewiesen am Wochenende ihre Leistungsfähigkeit bei einer Übung. Es ist Samstagnachmittag, ein ruhiger Herbsttag. In einem neuen Rinderstall auf dem landwirtschaftlichen Anwesen von Familie Günnigmann werden von zwei Handwerkern letzte Schweißarbeiten durchgeführt. Plötzlich gerät der Einsatz außer Kontrolle, es kommt zu einer enormen Verpuffung. Kaum acht Minuten vergehen, bis Hilfe in der Not eintrifft: die ehrenamtlich engagierten Feuerwehrmänner vom Löschzug Schmedehausen. Mit Blaulicht und Martinshorn eilen sie herbei, um zu retten, löschen, bergen und schützen.

21 der rund 28 aktiven Mitglieder sind am Samstag dabei, besetzten prompt ihr kleines Tragkraftspritzenfahrzeug und den Mannschaftswagen und erhielten zeitgleich Unterstützung von der Grevener Hauptwache, die Verstärkung in Form des neuen Abrollbehälters „Wasser und Schaum“ entsandt. So kommen die Feuerleute in Schmedehausen an jenen Stellen, an denen keine geeignete Wasserentnahmestelle zur Verfügung steht, etwa ein Gewässer oder ein Hydrant, erst mal so zurecht - mit 8000 Litern Wasser aus dem Container. Doch genau hierbei wird es später zu einem kleinen Malheur kommen: Ein Schlauch, der der direkt vom Wassertank abgeht, springt von einer Schelle ab und lässt dem Wasser weit vor dem Brandherd freien Lauf.

Doch die eifrigen Helfer finden Lösungen, retten die vermissten und verletzten Handwerker, die in diesem Szenario durch Dummys simuliert wurden und löschen auch den durch die Verpuffung entstandenen Brand rasch ab. Es vergeht kaum eine halbe Stunde bis Einsatzleiter und Oberbrandmeister Stefan Schule Temming das Einsatzendemeldet - Aufatmen und Erleichterung bei allen Beteiligten. Die Lage, so sagt man im Fachjargon, wurde erfolgreich abgearbeitet.

Auch Standbrandinspektor und Grevens stellvertretender Wehrführer Reinhard Holt, Schmedehausens ZugführerMartin Huckenbeck und Bürgermeister Peter Vennemeyer, die die Übung besuchte, zeigten sich am späten Samstagnachmittag zufrieden. „Ein paar Kleinigkeiten sind ja immer dabei, gerade wenn es eine Übung ist“, sagt Huckenbeck. Schließlich müsse der Feuerwehr man bei einer Übung zusätzlich jede Menge Fantasie mitbringen, um sich den Einsatz vorstellen zu können. Huckenbeck: „Dann macht man natürlich auch Dinge, die man sonst nicht machen würde. Aber sonst hat das sehr gut geklappt, auch die Zeiten waren sehr gut.“

Auch Bürgermeister Vennemeyer, der sich aufgrund der bevorstehenden Umsiedelung des Löschzuges einen Eindruck vom Leistungsstand der Kameraden verschaffte, sprach von einem gelungenen Einsatz: „Auf denLöschzug Schmedehausen warten im Airportpark neue Aufgaben. Aber so eine Übung macht die Leute hier auch ruhiger und sicherer im Einsatz“, so Vennemeyer, der selbst fast drei Jahrzehnte in einer Feuerwehr aktiv war und durchaus mitreden kann. Vennemeyer: „Die sind schon fit!“

Fotostrecke zur Herbstübung Schmedehausen

Quelle: Grevener Zeitung