Gemeinschaftsübung April 2016

Hof Uennigmann am 06. April 2016

In Schmedehausen ist es seit langem Tradition: Man übt immer mal wieder mit Nachbar-Löschzügen den Ernstfall. diesmal waren die Kameraden aus Westladbergen dabei, als es galt, Vermisste aus einer brennenden Scheune zu bergen.

Neues Gerätehaus, neues schweres Gerät und eine gute Gemeinschaft: Beim Löschzug Schmedehausen läuft es rund, um den Feuerschutz im Ortsteil ist es gut bestellt. Doch für den Fall der Fälle muss auch die nachbarschaftliche Hilfe laufen.

Alle zwei Jahre lädt der Löschzug Schmedehausen deshalb zu Gemeinschaftsübungen ein. Mit den Löschzügen Münster-Gelmer, Ladbergen, Hembergen und einigen weiteren haben sie in den vergangenen Jahren schon mal geübt.

Am Mittwochabend rückten die Wehrleute gemeinsam mit dem Löschzug Westladbergen der Freiwilligen Feuerwehr Saerbeck zum Hof der Familie Uennigmann in der Hüttruper Heide aus. Geübt wurde die Bekämpfung eines Scheunenbrandes, wobei zunächst noch zwei Personen in dem simulierten Brandobjekt vermisst wurden.

Binnen weniger Minuten rückten die Löschzüge jeweils von verschiedenen Seiten an. Sofort konnten die Aufgaben, das Retten der vermissten Personen, der Aufbau der Wasserversorgung über eine längere Wegstrecke bis zum nächsten Hydranten und der Erstangriff bei der Brandbekämpfung von vielen ehrenamtlich aktiven Feuerwehrleuten gleichzeitig gestemmt werden.

Erstmals bei einer solchen Übung kam dabei auch das neue Schmedehausener Löschfahrzeug zum Einsatz. Ein echter Gewinn im Kampf gegen die Flammen und im Wettlauf gegen die Zeit, wie Zugführer Martin Huckenbeck bei einer späteren Manöverkritik im neuen Gerätehaus erklärte. Habe man mit dem alten Fahrzeug lediglich 500 Liter Wasser dabei gehabt, habe man so mit jetzt 1200 Litern Wasser deutlich mehr gerade in den entscheidenden ersten Minuten erreichen können, „denn da steht man schon alleine da“, bis dann die Verstärkung aus Greven eintreffe, so Huckenbeck.

Gerade im Hinblick auf die interkommunale Zusammenarbeit im Bereich des Flughafens Münster/Osnabrück werteten die Wehrführer von Greven und Saerbeck, die an der Übung als Beobachter teilnahmen, als Erfolg. „Wir wohnen so eng zusammen – warum soll man da nicht mal zusammen üben? Ich finde das ganz gut“, erklärte Ludger Greiling, Zuführer in Westladbergen. Eine Gegeneinladung zur nächsten Übung auf Saerbecker Gemeindegebiet solle daher unbedingt folgen.
Bericht der WN vom 07. April 2015 / Jens Keblat